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APEX Group erwirbt strategisch gelegene Grundstücke in Lubmin für die Errichtung von bis zu 600 MW Elektrolyseleistung zur Erzeugung von grünem Wasserstoff

27. Juli 2023, 11:00 Uhr
weniger als 1 Minute Minuten
  • Grundstücke bieten dank Nähe zu zukünftiger H2-Pipeline, Offshore-Windparks und vorhandenem Umspannwerk strategisch günstige Voraussetzungen
  • Errichtung einer Produktionsanlage zur Einspeisung von grünem Wasserstoff in das Wasserstoffkernnetz
  • APEX wird Projekt nach Fertigstellung selbst betreiben
  • Errichtung einer Wasserstofftankstelle für den Mobilitätsektor in und um Lubmin ist vorgesehen
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Pressekontakt

Kirsten Brückner
presse@apex-energy.de
Tel.: + 49 (381) 7999 020

Rostock/Laage, Grevenmacher (Luxemburg), Lubmin, 27.07.2023 – Die APEX Group („APEX“), ein führender Entwickler und Betreiber von grünen Wasserstoff-Elektrolyseanlagen für die Dekarbonisierung von Industrie, Infrastruktur sowie im Mobilitätsbereich und 100%ige Tochtergesellschaft der exceet Group SCA (ISIN LU0472835155), hat eine Vereinbarung zum Erwerb für drei strategisch wichtige Grundstücke in Lubmin von der EWN Entsorgungswerk für Nuklearanlagen GmbH unterzeichnet. Auf dem Areal will APEX künftig bis zu 600 MW installierter Elektrolyseleistung Wasserstoff herstellen. Die Fertigstellung der ersten Ausbaustufe dazu ist bereits für 2027 geplant. APEX wird die Anlagen errichten und anschließend als Eigentümer selbst betreiben. Für die Realisierung der Anlagen zur Strom- und Wasserversorgung und Abwasserentsorgung gibt es intensive Gespräche mit anderen Interessenten am Standort, die erforderliche Infrastruktur gemeinsam aufzubauen.

In der letzten Ausbaustufe, würden durch den Betrieb der Anlage jährlich bis zu 43.000 t Wasserstoff erzeugt und damit über 400.000 t Kohlendioxid vermieden werden. Der dafür verwendete Strom stammt vorrangig aus Norddeutschland und ausschließlich aus regenerativen Quellen, ist also zu 100 Prozent „grün“.

Die nun erworbenen Grundstücke haben eine Gesamtfläche von rund 5,2 ha. Zudem werden weitere rund 1,1 ha Fläche für den Erwerb durch APEX reserviert. Der Kaufpreis für die erworbenen Flächen, die sich auf dem Gelände des stillgelegten Kernkraftwerks Greifswald im Gemeindegebiet von Lubmin befinden, beträgt rund 1,7 Mio. EUR. Der Preis für die reservierten Flächen wird zu einem späteren Zeitpunkt festgesetzt. Die Flächen bieten aufgrund der bestehenden Infrastruktur die idealen Voraussetzungen für einen der zukünftig wichtigsten Standorte zur Wasserstofferzeugung in Deutschland. So bieten mehrere Offshore-Windparks nordöstlich von Rügen mit aktuell rund 1,5 GW Einspeiseleistung zukunftssichere Quellen für erneuerbare Energien und das bestehende Umspannwerk die Möglichkeit zum Anschluss an das deutsche Hochspannungs- bzw. Übertragungsnetz. Gleichzeitig nimmt APEX als assoziierter Partner am Projekt „Flow – making hydrogen happen“ teil. Dieses soll unter Nutzung der bestehenden Gasinfrastruktur, den Transport des Wasserstoffs quer durch Deutschland ermöglichen. Lubmin wird der nordöstliche Startpunkt des Pipelinevorhabens in Deutschland sein. Durch diese Einspeisemöglichkeit kann APEX seinen grünen Wasserstoff künftig auch Abnehmern beispielsweise in Süddeutschland zur Verfügung stellen. Die Kopplung an das europäische Wasserstoffstartnetz ist ebenfalls geplant.

Peter Rößner, CEO von APEX, sagte: „Mit diesem Vorhaben nimmt APEX die Position eines nationalen und perspektivisch internationalen Wasserstofflieferanten ein. Lubmin ist der vielversprechendste und wichtigste Standort für die deutsche Wasserstoffindustrie und die erworbenen Grundstücke sichern uns dort eine enorm wertvolle Präsenz sowie einen strategischen Wettbewerbsvorteil. Durch die Partnerschaft mit „Flow – making hydrogen happen“ nehmen wir zudem am derzeit schlagkräftigsten Infrastrukturprojekt zum Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur teil.“

Den Bau und Betrieb der Anlage führt APEX in Eigenregie durch und kann hierbei sowohl auf das Know-how aus vorangegangenen erfolgreichen Projekten sowie auf ein umfangreiches Partnernetzwerk in allen technischen Bereichen zurückgreifen. Das belegen beispielsweise das 100 MW-IPCEI-Netzwerkprojekt H2ero in Rostock/Laage sowie die Vorhaben „H2-Wyhlen“ und „HyBit“ in Bremen, in denen APEX die Elektrolyseanlagen errichtet.

Zusätzlich zur Wasserstofferzeugungsanlage für das Pipelineprojekt soll auf einem weiteren Grundstück an der Zufahrtsstraße zum Lubminer Industriegebiet eine Wasserstofftankstelle für den Schwerlastverkehr gebaut werden. APEX hat am Firmenstandort in Rostock/Laage bereits die erste Tankstelle dieser Art in Mecklenburg-Vorpommern errichtet und betreibt diese erfolgreich seit Oktober 2022. Weitere von APEX geplante und errichtete Wasserstofftankstellen zur Betankung von Linienbussen der rebus Regionalbus Rostock GmbH sowie Zügen der Heidekrautbahn im Landkreis Barnim sollen 2024 in Betrieb gehen.

Die geplanten Investitionen für die erste Ausbaustufe, die den Aufbau der notwendigen Infrastruktur, Gutachten, Studien-, Planungs- und Genehmigungsleistungen sowie interne und externe Personalkosten umfasst, betragen rund 210 Mio. Euro. Auf die Umsatzprognose von mindestens 15 Mio. Euro für das Geschäftsjahr 2023 hat das Projekt keine Auswirkung, da Umsätze daraus voraussichtlich erst nach 2023 erwirtschaftet werden.

 

Über H2APEX

H2APEX ist ein Zusammenschluss der im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notierten H2APEX Group SCA (ISIN LU0472835155, WKN A0YF5P, zuvor als exceet Group SCA firmierend) und dem Wasserstoffspezialisten APEX Group. Gemeinsam treten die Unternehmen unter der Marke H2APEX im Markt auf. Der operative Kern von H2APEX wurde im Jahr 2000 in Rostock/Laage gegründet und hat sich seit dem Jahr 2012 vollständig auf saubere Wasserstoffproduktion, -speicherung und -distribution fokussiert. Damit ist das Unternehmen einer der Pioniere in diesem Bereich. Das Ziel von H2APEX ist es, ein international etablierter Entwickler und Betreiber von Wasserstoffanlagen zu werden. In ihrem Kerngeschäft entwickelt, errichtet und veräußert oder betreibt H2APEX grüne Wasserstoffanlagen mit einer Elektrolysekapazität unter 1 GW. Diese dienen zur Dekarbonisierung industrieller Wertschöpfungsketten und der Erzeugung von grünem Wasserstoff und Wasserstoffderivaten wie LOHC (flüssige organische Wasserstoffträger) und E-Fuels. Zum Einsatz kommen sie zum Beispiel in der Stahl-, Chemie- und Zementindustrie sowie anderen energieintensiven Industrien. Darüber hinaus bietet das Unternehmen Anlagen für Infrastruktur und Logistik, insbesondere für den industriellen Einsatz in Lagern, Häfen und Produktionsstätten.

Über Exceet

exceet ist eine im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notierte Holding (ISIN LU0472835155, WKN A0YF5P). Seit dem Zusammenschluss mit der APEX Group liegt ihr Investment-Fokus auf der Entwicklung von Projekten für eine dezentrale Versorgung mit grünem Wasserstoff.

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